Mythos 1: Die Heizung außerhalb der Öffnungszeiten abzudrehen, spart Strom

Klingt logisch: Heizung aus – kein Energieverbrauch – keine Kosten. Und würde auch zutreffen, müsste nicht das Büro am nächsten Tag mit voller Kraft wieder auf Arbeitstemperatur gebracht werden. Räume sollten immer gleichmäßig beheizt werden und nie unter 16 Grad auskühlen. Optimal ist eine Absenktemperatur um 2 bis 3 Grad. Ist diese niedriger, frisst der Energieaufwand, der zum Aufheizen der Räume benötigt wird, jede Ersparnis auf und kann den Energieverbrauch sogar noch steigern.

Mythos 2: Reduzierung der Raumtemperatur bringt nichts

Greifen Sie auf dem Weg zum Büro lieber zum Pulli als zum Shirt. Das Absenken der Raumtemperatur um 1 Grad bringt eine Energieersparnis von bis zu 6 Prozent.

Mythos 3: Der Laptop verbraucht gleich viel Strom wie ein Standgerät

Hier sind versteckte Energiefresser am Werk. Wer seine Standgeräte gegen moderne Laptops austauscht, spart rund 50 Prozent an Stromkosten. Damit hat sich die Neuanschaffung in kurzer Zeit amortisiert.

Mythos 4: Ladegeräte verbrauchen Strom nur dann, wenn sie ein Gerät aufladen

Leider nein. Ladegeräte brauchen immer Strom, wenn sie an das Stromnetz angeschlossen sind - auch dann, wenn Laptop und Smartphone ausgeschaltet sind. Daher gilt: Unbenützte Ladegeräte immer ausstecken. Auch das Verharren im Standbymodus kostet im Schnitt pro Gerät knapp 120 Euro pro Jahr.

Mythos 5: LED-Lampen kosten viel und bringen nur wenig

Ein Tausch von normalen Glühlampen auf LED-Lampen rechnet sich. Hundert 11-Watt-LED-Leuchten, die jeweils eine 60-Watt-Birne ersetzen, sparen in acht Jahren mehr als 5.000 Euro an Stromkosten. Grundsätzlich hat sich eine LED-Lampe bereits nach drei Jahren amortisiert. Zusätzlich können durch schlaue Automatisierungstechniken - wie Zeitsteuerung, Dämmerungsschalter und Bewegungsmelder - die Kosten effizient gesenkt werden.

Undurchsichtige Tarifpakete

Vorsicht vor verlockenden Flatrate-Paketen. Diese Pakettarife sind nur günstig, wenn tatsächlich der vereinbarte Strom verbraucht wird. Geschieht das nicht, zahlt man drauf. Auch auf Vorauskasse sollten Sie besser verzichten. Geht der Billiganbieter pleite, ist das bezahlte Geld auch futsch.

Jedes Jahr wird teurer

Lesen Sie das Kleingedruckte: Der Top-Tarif mit Top-Bonus gilt nur für ein Jahr. Rechnet man den Bonus heraus, merkt man schnell, dass bereits im zweiten Jahr die Rechnung satt ansteigt. Der Preisvorteil wird zum Verlustgeschäft.

Bonus nicht ausbezahlt

Sie haben einen Tarif mit Bonus gewählt. Dann checken Sie auf jeden Fall Ihre Rechnung nach Ablauf der Frist. Viele Anbieter lassen die Bonuszahlung einfach unter den Tisch fallen. Wird er nicht unter den Teppich gekehrt, erschweren viele Anbieter das Einlösen: Bonusschecks werden postalisch ausgeschickt und müssen dann umständlich eingelöst werden.

Preiserhöhung geschickt versteckt

Erhöht ein Stromanbieter die Preise, steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu. Damit Sie als Kunde nicht auf die Idee kommen, dieses zu nützen, werden die Infoschreiben so formuliert, dass man sie überliest.

Tarifwirrwarr und Gratisstrom

Manche Anbieter haben sogenannte Floattarife im Angebot: Diese Tarife orientieren sich nach Börsenpreisen, das heißt, steigen die Preise an der Börse, steigt auch der Strompreis. Andere Tarife sind abhängig vom verbrauchten Strom: Kunden bekommen x Monate Gratisstrom zugesagt - im Kleingedruckten finden sich dann die Bedingungen. Gratis ist der Strom nur, wenn ein gewisser vorgeschriebener Verbrauch eingehalten wird. Überschreitet man diesen, zahlt man Länge mal Breite drauf.

Information zahlt sich aus

Informieren Sie sich genau, bevor Sie Ihren Tarif wechseln, und wenden Sie sich an seriöse Stellen, die Ihren Tarif unter die Lupe nehmen und einen möglichen Anbieterwechsel übernehmen.

Vor der Errichtung ist die persönliche Beratung mit einem Experten ein Muss

Ein Tipp von Friedrich Brunner: Lassen Sie sich vor der Entscheidung unbedingt persönlich von einem Experten beraten. Denn nicht immer lohnt sich die Investition in Sonnenstrom.

Möglichst lange Sonnenscheindauer

So einfach lautet die Empfehlung des Landwirts. Schon ein kleiner Schatten, verursacht durch ein Kabel oder ein paar Äste, kann ein ganzes Modul lahmlegen. Deshalb sollte man ganz besonders auf die unterschiedliche Sonneneinstrahlung im Sommer und im Winter achten.

Photovoltaik eignet sich besonders für energieintensive Landwirtschaften

Friedrich Brunner betreibt eine Ferkelzucht und benötigt dafür stromfressendes Wärmelicht. Tagsüber verbraucht die Landwirtschaft somit 80 Prozent des produzierten Sonnenstroms.

Achten Sie bei der Errichtung der Photovoltaik-Anlage auf die versteckten Kosten

Bei den Kosten heißt es aufpassen, denn oft berücksichtigt man nur den Preis der Photovoltaik-Anlage samt Installation. Bei Friedrich Brunner kamen noch um die 2.000 Euro zusätzlich für die Verkabelung zum Stall und die Anbindung des Zählerkastens zur Hauptleitung dazu. Dafür gibt es aktuell attraktive Förderungen.

Bei energieintensiven Landwirtschaften amortisieren sich die Investitionen innerhalb von wenigen Jahren

Trotz der Investitionen von rund 10.000 Euro lohnt sich die Investition in den Sonnenstrom. Laut Brunners Berechnungen sollte sich seine Anlage nach zehn Jahren amortisiert haben.

Energieeinspeisung bringt kaum Geld

Den produzierten Sonnenstrom einzuspeisen, lohnt sich bei neuen Anlagen kaum. Der Grund: Für 1 kWh Strom erhalten Sie aktuell nur um die 4 Cent. Steuern, Netzkosten und die Gebühren der Netzbetreiber verhindern bessere Preise. Landwirt Brunner bekommt jährlich somit nur um die 50 Euro von seinem Stromanbieter.

Verbrauchen Sie möglichst viel Sonnenstrom selbst

Eine Photovoltaik-Anlage eignet sich besonders für Landwirtschaften, die tagsüber einen hohen Eigenverbrauch an Strom haben. Friedrich Brunner und seine Frau achten deshalb darauf, dass ein Gerät wie die Waschmaschine nur tagsüber betrieben wird.

Kontakt

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Unternehmergemeinschaft GmbH

Siriusstraße 32

9020 Klagenfurt am Wörthersee

Tel.: +43 463 50 77 22, Fax-DW: 52,

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