Praktisches Wissen zum Thema Stromanbieter & Strommarkt

Stromanbieter in Österreich: So treffen Sie die beste Wahl!

Rund 140 Stromanbieter gibt es in Österreich. Alle mit unterschiedlichen Tarifen und Konditionen. Immer mehr Kund:innen klicken sich stundenlang durch den Tarifdschungel auf der Jagd nach Bestpreisen. Wer den Durchblick will, braucht aber mehr als Vergleichsportale.

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Was machen Stromanbieter?

Stromanbieter (auch Stromlieferanten, Energieversorger oder Elektrizitätsunternehmen genannt) versorgen Haushalte, Unternehmen, öffentliche Institutionen und Infrastruktur zuverlässig mit elektrischer Energie.

Neben der reinen Stromlieferung erfüllen Stromanbieter folgende Aufgaben

  • Strom einkaufen:
    Stromanbieter beschaffen Strom an der Energiebörse (z. B. EPEX Spot) oder über Direktverträge mit Erzeugern – etwa mit Wasserkraftwerken, Windparks oder Photovoltaikanlagen.
  • Tarife gestalten:
    Sie bündeln Strom in verschiedenen Preis- und Leistungspaketen – mit oder ohne Ökostrom, mit Boni oder Preisgarantie.
  • Verträge anbieten:
    Sie schließen mit Kund:innen individuelle Verträge ab, die Preise, Laufzeiten, Kündigungsfristen und Zusatzleistungen wie Energieberatung oder Servicepakete regeln.
  • Abrechnung & Kundenservice:
    Sie kümmern sich um Rechnungen, Zahlungen, Vertragsfragen und Anliegen ihrer Kund:innen.
  • Marktbeobachtung:
    Stromanbieter analysieren kontinuierlich die Entwicklungen der Energiebörse, regulatorischer Änderungen (z. B. durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) und Verbrauchstrends, etwa durch E-Mobilität oder steigenden PV-Ausbau. Daraus entstehen neue Produkte wie etwa Tarife speziell für Wärmepumpen, Batteriespeicher oder E-Autos.

Stromanbieter oder Netzbetreiber – wo liegt der Unterschied?

Stromanbieter und Netzbetreiber erfüllen gänzlich unterschiedliche Aufgaben. Während Stromanbieter den Strom verkaufen, ist der Netzbetreiber verantwortlich, dass der Strom überhaupt bis zu Ihrem Haushalt oder Betrieb gelangt.

Ein Netzbetreiber ist für den sicheren Transport von Strom über Leitungen und Kabel zuständig. Er betreibt, wartet und überwacht das Stromnetz in einer bestimmten Region und ist auch für Stromzähler oder Störungsbehebungen verantwortlich.

Der Netzbetreiber kann nicht frei gewählt werden, denn jedes Netzgebiet hat seinen festen Betreiber. Wer das in Ihrem Fall ist, hängt von Ihrem Wohnort ab.

In Österreich gibt es aktuell 114 Strom-Verteilernetzbetreiber und 19 Gas-Verteilernetzbetreiber. Sie sind verantwortlich für rund 7.000 km Stromleitungen des überregionalen Übertragungsnetzes und rund 260.000 km Netz auf mehreren Netzebenen.

Wichtig zu wissen: Auch wenn Sie den Stromanbieter wechseln, bleibt der Netzbetreiber immer derselbe.

Welche Stromanbieter gibt es in Österreich?

In Österreich gibt es ca. 140 Stromanbieter, sowohl national als auch regional agierende. Zu den größten nationalen Anbietern gehören Verbund AG, EVN AG, Wien Energie, Energie AG Oberösterreich und Salzburg AG. Darüber hinaus gibt es viele weitere regionale Anbieter, darunter auch viele Stadtwerke.

Österreichs führender Stromkonzern ist die Verbund AG mit Sitz in Wien. Der Verbund deckt über 40 % des nationalen Strombedarfs ab, wobei 90 % aus Wasserkraft stammen. Zudem betreibt er über die Tochtergesellschaft Austrian Power Grid das überregionale Stromnetz.

Energie-Einkaufsgemeinschaften

Die Flut an Stromanbietern und Tarifen ist nicht nur Grund zur Freude. Vergleichsportale durchforsten kostet Zeit und Nerven – am Ende ärgern sich viele über versteckte Kosten, schlechte Erreichbarkeit bei Rückfragen oder einen Tarif, der doch nicht hält, was er verspricht.

Energie-Einkaufsgemeinschaften erfreuen sich deshalb immer größerer Beliebtheit. Sie kümmern sich für Unternehmen, Landwirte und Private um alles rund um das Thema Energie. Für best connect Mitglieder bedeutet das: bestmöglicher Tarif, planbare Energiekosten, kein administrativer Aufwand, maximale Versorgungssicherheit und persönliche Betreuung.

Gewerbestrom-Anbieter

Gewerbestrom ist ein individuell zugeschnittenes Produkt. Es bietet Preisvorteile und Zusatzfunktionen, die auf betriebliche Anforderungen abgestimmt sind. Meistens für Gewerbekund:innen bzw. Unternehmen mit einem Stromverbrauch bis zu 100.000 kWh pro Jahr. Spezielle Angebote für Businesskunden beinhalten oft individuelle Energiepakete mit Lastprofilen, Direktvermarktung von Eigenstrom (z. B. PV-Anlagen) oder Energiemanagement-Services.

Ökostrom-Anbieter

Wer langfristig CO2 vermeiden will, sollte umsteigen – und zwar auf einen Anbieter, der Strom aus erneuerbaren Quellen bezieht. Einer der sichersten Wege, um sich endgültig von fossilen Brennstoffen zu verabschieden und langfristig zum Klimaschutz beizutragen. Best connect setzt seit vielen Jahren zu 100 % auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Noch immer bezieht Österreich rund zwei Drittel der gesamten Energieversorgung aus importierter fossiler Energie. Umso wichtiger ist es mit dem Umstieg auf saubere Energie ein Zeichen für die Umwelt zu setzen.

Warum schwankt der Strompreis?

Der Strompreis ist launisch wie das Wetter. Doch warum diese Schwankungen? Ganz einfach: Angebot und Nachfrage bestimmen, was auf der Rechnung steht. Steigt der Energieverbrauch im Winter oder gibt es zu wenig Wind und Sonne für erneuerbare Energien, steigen die Preise.

Fossile Brennstoffe spielen ebenfalls eine Rolle – je teurer Gas und Öl, desto höher die Stromkosten. Dazu kommen Netzgebühren, politische Entscheidungen und weltweite Krisen. Klingt chaotisch? Ist es auch – vorausgesetzt man muss sich selbst darum kümmern. best connect hat immer ein wachsames Auge auf den Markt und kann Strompreisschwankungen mit klugen Tarifwechseln und Großabnehmertarifen abfedern.

Energiekrisen

Ein gutes Beispiel für die Schwankungen des Strompreises ist die Energiekrise 2022 in Europa. Durch den stark reduzierten Gasimport aus Russland nach Beginn des Ukraine-Kriegs stiegen die Preise für Erdgas massiv an. Da Gas ein wichtiger Energieträger für die Stromerzeugung ist, zog dies auch die Strompreise in die Höhe.

Wie funktioniert der Strommarkt in Österreich?

Viele Stromanbieter, unzählige Tarife. Um zu verstehen, warum Sie heute ein Energie-Experte sein sollten, um den Tarife-Dschungel zu durchblicken, lohnt sich ein Blick auf den Aufbau des österreichischen Strommarkts und seine Geschichte.

Vom Monopol zum Wettbewerb: Die Liberalisierung des Strommarktes

Bis ins Jahr 2001 war die Stromversorgung in Österreich Sache der öffentlichen Hand. Jeder Bundeslandversorger hatte ein festes Versorgungsgebiet – ohne Konkurrenz, ohne Wahlfreiheit für Kund:innen. Der Strompreis war reguliert, der Anbieter vorgegeben.

Der EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 war ein Wendepunkt. Österreich hat sich zur schrittweisen Öffnung seiner Energiemärkte verpflichtet – ganz im Sinne des gemeinsamen EU-Binnenmarkts. Ziel war es, durch Wettbewerb die Preise zu senken, Innovationen zu fördern und den Kund:innen mehr Mitsprache zu verleihen.

Mit der Liberalisierung des Strommarkts, die in mehreren Etappen zwischen 1999 und 2001 umgesetzt wurde, fiel das Monopol. Seither können Sie Ihren Stromanbieter frei wählen – ähnlich wie beim Mobilfunk oder Internet. Der Netzbetrieb blieb reguliert und in staatlicher Hand. 2002 wurde der Gasmarkt liberalisiert.

Drei Ebenen – so funktioniert der Markt heute

Der Strommarkt in Österreich besteht heute aus drei klar getrennten Bereichen:

  1. Stromerzeugung:
    Kraftwerke produzieren Strom (z.B. aus Wasserkraft, Wind, Sonne, Gas, Biomasse)
  2. Stromhandel & -vertrieb:
    Stromanbieter kaufen diesen Strom am Großhandelsmarkt oder direkt bei Erzeugern und versorgen Kund:innen mit Strom zu speziellen Tarifen.
  3. Netzbetrieb:
    Unabhängig vom Stromanbieter fließt der Strom durch das regionale Stromnetz, für welches die Netzbetreiber verantwortlich sind.

Diese Trennung sorgt für mehr Wettbewerb beim Stromverkauf, aber auch für faire Spielregeln: Alle Anbieter nutzen das gleiche Netz, niemand wird bevorzugt. Die Netzgebühren sind staatlich reguliert und für alle gleich.

Warum gibt es so viele Stromanbieter?

Vor der Liberalisierung des Strommarkts in Österreich – also vor 2001 – gab es weniger als 20 Stromanbieter, meist in Form landeseigener Versorgungsunternehmen und Stadtwerke. Die Vielfalt entstand durch den freien Marktzugang. Seit der Liberalisierung kam es zur Gründung zahlreicher neuer Stromanbieter. Darunter große Versorger mit Millionen Kund:innen, andere sind kleine Ökostrom-Anbieter, Stadtwerke oder Energiegenossenschaften.

Ökostrom-Anbieter: Der Trend zeigt nach oben

In Österreich steigt die Zahl der Ökostromanbieter kontinuierlich an. Laut dem Stromkennzeichnungsbericht der E-Control bieten derzeit 117 Anbieter in Österreich Strom an, der zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Dieser Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

  • Wachsende Nachfrage:
    Immer mehr Konsument:innen legen Wert auf nachhaltige Energiequellen und wechseln zu Ökostromanbietern.
  • Politische Ziele:
    Österreich hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 den gesamten Stromverbrauch zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.
  • Förderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen:
    Durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) und andere Fördermaßnahmen unterstützt Österreich den Ausbau erneuerbarer Energien, was die Gründung neuer Ökostromanbieter begünstigt.

2024 Rekordjahr für Stromwechsel

Laut E-Control haben im Jahr 2024 rund 380.000 Kund:innen ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. Das zeigt: Der Wunsch nach besseren Konditionen und fairen Preisen ist groß.

Der Strommarkt bleibt ständig in Bewegung: Verbraucher:innen sind immer wieder mit neuen, vermeintlich attraktiven Angeboten konfrontiert. Neue Stromanbieter drängen auf den Markt. Den Durchblick zu behalten, gleicht einem Drahtseilakt im Tarif-Wirrwarr.

Während sich noch nie so viele Kund:innen auf die nervenaufreibende Suche nach einem neuen Stromanbieter gemacht haben, profitieren best connect Mitglieder das ganze Jahr von günstigen Großabnehmertarifen – ohne dafür einen Finger zu rühren.

Das Überangebot an Stromanbietern und Tarifen spielt im Leben von best connect Mitgliedern keine Rolle. Denn unser Versprechen ist klar & transparent: Zurücklehnen und bei Gewerbestrom maximal profitieren!

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Thema Strompreis

Der Netzbetreiber ist für die physische Versorgung mit Strom und die Erhaltung der Infrastruktur verantwortlich und kann nicht gewechselt werden. Der Stromanbieter hingegen stellt den Vertrag über den Strombezug und legt die Preise fest

Sie können online verschiedene Stromtarife vergleichen und direkt einen neuen Vertrag abschließen – die Kündigung beim alten Anbieter übernimmt in der Regel der neue. Die Stromversorgung bleibt dabei durchgehend gesichert.
Achten Sie jedoch auf Angebote mit kurzfristigen Rabatten: Diese wirken oft günstig, können aber nach Ablauf des Bonus teurer werden.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann eine Mitgliedschaft bei best connect abschließen: Wir prüfen jährlich die besten Konditionen am Markt – ohne Lockangebote oder versteckte Kosten – und kümmern uns um den gesamten Wechselprozess.

Nein, der Wechsel ist in der Regel kostenlos.

Ja, in Österreich können Sie Ihren Stromanbieter grundsätzlich überall frei wählen. Seit der Marktliberalisierung im Jahr 2001 steht der Strommarkt für den Wettbewerb offen – Sie können Ihren Energielieferanten also unabhängig von Ihrem Wohnort auswählen. Der Netzbetreiber, der für die Stromleitungen und die Versorgungssicherheit in Ihrer Region zuständig ist, bleibt jedoch immer derselbe und kann nicht gewechselt werden.

Achten Sie beim Vergleich vor allem auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh), die Grundgebühr, die Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen sowie mögliche Bonusangebote. Besonders Rabatte für Neukunden können den Preis zunächst attraktiv wirken lassen, langfristig aber täuschen.
Wer Aufwand und Unsicherheiten vermeiden möchte, kann auf best connect setzen: Wir übernehmen das gesamte Energiebezugsmanagement, behalten den Markt im Blick und kümmern uns um den passenden Tarif – zuverlässig und ohne versteckte Kosten.

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