Experteninterview: „Photovoltaik wird bald hart umkämpft sein.“

Daniel

Photovoltaik-Anlagen sind eine Investition in die Zukunft. Daher haben wir mit Tausendundein Dach den idealen Kooperationspartner, wenn es um effiziente und wirtschaftliche Photovoltaik-Lösungen für Unternehmer geht.

Wir haben die Geschäftsführerin, Mag. Cornelia Daniel, zum Interview gebeten und 7 Fragen zum Thema Photovoltaik gestellt. Wieso die Amortisationszeit ein falscher Gradmesser für Photovoltaik-Anlagen ist und weshalb das Produzieren von günstigem Sonnenstrom bald stark umkämpft sein wird, erfahren Sie hier.

Frage 1: Wie komme ich zu einer Photovoltaik-Anlage und lohnt es sich auch für kleine Unternehmen?

Cornelia Daniel: Ja, in jedem Fall. Ab einer Dachfläche von ca. 100 Quadratmetern ist der Strom vom Dach in jedem Fall günstiger als der vom Netz. Das Solarkraftwerk produziert dann inkl. Wechselrichtertausch um ca. 4-5 ct/kWh.

Um zu einem Angebot zu kommen, brauchen Sie lediglich das Formular bei best connect auszufüllen. Mit Tausendundein Dach haben wir einen One-Stop-Shop für Unternehmen geschaffen, der von der Erstberatung bis zur schlüsselfertigen Anlage alles inkludiert.

Frage 2: Mit welcher Amortisationszeit ist im Durchschnitt zu rechnen?

Cornelia Daniel: Wir arbeiten nicht mit Amortisationszeiten, weil sie der falsche Gradmesser für eine Photovoltaikanlage sind. Die Amortisationszeit ändert sich jährlich, wenn der Strompreis rauf oder runter geht, der Strompreis aus der Anlage bleibt aber über 30 Jahre stabil.

Die Anlage rechnet sich, sobald die Stromgestehungskosten unter jenen vom variablen Einkaufspreis liegt und dieser liegt inkl. Netz und Abgaben bei 8-12 ct/kWh. Wichtig ist zudem, dass der Strom auch selbst verbraucht wird. Wenn mehr als 50 % ins Netz eingespeist werden muss, ist ein Einspeisetarif nötig, der über den Gestehungskosten liegt.

Wir machen aber für alle Kunden genaue Wirtschaftlichkeitsberechnungen, weil tatsächlich jedes Projekt anders ist. Es kommt sehr darauf an, welches Dach es ist, wie der Stand der Technik im bestehenden System ist, und vor allem eben, wie der Stromverbrauch übers Jahr verteilt ist und wie hoch die Netzanschlusskosten sein werden.

Frage 3: Welche sind die wichtigsten Förderstellen für Photovoltaik-Anlagen?

Cornelia Daniel: Im Moment sind dies die OeMAG – die Abwicklungsstelle für Ökostrom und der Klima- und Energiefonds. Mit dem neuen Gesetz, dem EAG (Erneuerbaren Ausbau Gesetz), könnte sich dies aber ändern, weil die Förderstelle erst bestimmt wird, sobald das Gesetz verabschiedet wird.

Frage 4: Wie lange ist die Umsetzungszeit für eine Photovoltaik-Anlage?

Cornelia Daniel: Umgesetzt sind klassische Anlagen in kleinen Betrieben in wenigen Tagen oder Wochen. Wirklich langwierig können aber die Genehmigungszeiten sein und der Zeitpunkt der Förderung ist auch oft ein paar Monate entfernt.

Man kann sagen, dass es nach Beauftragung ca. 6-12 Monate dauert, bis das Projekt umgesetzt werden kann.

Photovoltaik-Anlagen auf großen Dachflächen

Frage 5: Was bekomme ich für meine eingespeiste Energie?

Cornelia Daniel: Derzeit nur den Marktpreis und dieser liegt tagesunterschiedlich zwischen 4 und 5 ct/kWh. Mit dem neuen Gesetz könnte sich dies aber ändern.

Frage 6: Was kostet eine durchschnittliche Photovoltaik-Anlage?

Cornelia Daniel: Diese Frage ist in wenigen Sätzen nicht zu beantworten. Wir schauen uns immer jedes Projekt genau an und berechnen daraus den Preis. Wir haben auf der Webseite unter www.dachgold.at/photovoltaik-kosten/ auch eine gute Übersicht gemacht, wie hoch die Kosten im Durschnitt liegen.

Wenn man ganz schnell kalkulieren möchte, liegen gewerbliche Anlagen bei ca. 1000,-€/kWp. Private Photovoltaik-Anlagen liegen deutlich drüber und industrielle Anlagen etwas darunter.

Im Moment (Mai 2021) spielen die Preise in der Baubranche aber völlig verrückt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Preise für Photovoltaik-Anlagen nach 10 Jahren des Sinkfluges nun deutlich steigen.

Frage 7: Welche sind die größten Hürden bei der Photovoltaik?

Cornelia Daniel: Die größte Hürde ist derzeit tatsächlich der hinterherhinkende Netzausbau. Jeder, der auch nur annähernd daran denkt in den nächsten Jahren eine Photovoltaik-Anlage zu bauen, sollte sich sehr rasch einen Zählpunkt sichern und das Projekt umsetzen, denn im herrschenden Netzsystem wird nicht jeder der eine Anlage bauen will, dies auch dürfen.

Das Recht, günstigen Sonnenstrom zu produzieren, wird bald so umkämpft sein, wie das Recht Wasser zur Stromproduktion zu nützen.

Wir erledigen all die Anträge für unsere Kunden, aber man muss sehr rasch beginnen, um einen Zählpunkt zu haben, bevor das neue Gesetz veröffentlicht wird, denn dann wird es einen großen Andrang auf die noch verfügbaren Netzkapazitäten geben.

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